Voraussetzungen für Wiederbelebungserfolg in Bundesländern unterschiedlich (2025)
Beste Voraussetzungen zur Wiederbelebung bei frühzeitigem Eintreffen von RTW und NEF
Eine aktuelle Studie mit Daten des Deutschen Reanimationsregisters konnte in statistischer Analyse aufzeigen, dass die Chance auf eine erfolgreiche Wiederbelebung bei außerklinischem Herz-Kreislaufstillstand sich von Bundesland zu Bundesland unterscheidet. An einem Datenpool von über 100.000 dokumentierten Fällen aus 10 Jahren wurden die Chancen im Hinblick auf die Eintreffzeiten von Rettungswagen und Notarzteinsatzfahrzeug untersucht, welche im Ländervergleich signifikant verschieden sind und im Median zwischen 5 und 8 Minuten (Eintreffen des ersten Fahrzeugs) bzw. 8 und 11 Minuten (Eintreffen des zweiten Fahrzeugs) differieren.
Die Erfolgsrate der Wiederbelebung im gleichen Datenpool verschlechtert sich proportional zur Eintreffzeit des Rettungsdienstes. Bei einem verzögerten Eintreffen des zweiten Fahrzeugs sinkt für jede zusätzlichen 3 Minuten die Chance auf ein Überleben ohne wesentliche neurologische Schäden um 11%. Die Autoren stellen fest, dass das Ziel der Schaffung gleichwertiger Lebensverhältnisse unter dem Aspekt der medizinischen Versorgung bei außerklinischem Herz-Kreislaufstillstand im Vergleich der Bundesländer bisher nicht erreicht ist. Herausgestellt wird die Notwendigkeit, die Eintreffzeit der taktischen Einheit von Rettungswagen und Notarzteinsatzfahrzeug bzw. Rettungshubschrauber durch strukturelle und organisatorische Maßnahmen zu minimieren. Zugleich wird die Bedeutung fortgesetzter Anstrengungen zur Minimierung des sogenannten therapiefreien Intervalls bis zum Eintreffen professioneller Hilfe durch verbesserte Laienausbildung und organisierte Ersthelfer-Systeme betont.


